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Social Butterflies Teil 1

Tach die Damen und Herren,

Nachdem ich jetzt doch länger nichts mehr hab hören lassen, geb ich euch wieder einmal ein Update vom Inselstaat. (2ter Teil siehe Post unten)

Ich muss zugeben, ich tu mich gerade ein wenig schwer damit, die Tatsache zu verbergen, dass ich hier ein bisschen mehr feiere als vergleichsweise in der Schweiz. Das Leben lässt sich aber halt einfach auch geniessen. Zuerst aber ein paar Sätze zum ernsten Teil. Im Rahmen meines Jobs hatte ich in den vergangenen zwei Wochen die ersten Events zu überstehen. Wie ihr vermutlich wisst, liegt meine Hauptaufgabe im Bereich des Event Managements, d.h. ich bin dafür verantwortlich, dass die Gesamtkoordination reibungslos verläuft und auch kleine Details wie bspw. der Flug eines Speakers in Ordnung sein müssen. Es ist jedoch noch nicht so, dass wir mit studentischem Um-die-Ecke-denken eine Krise um Fünf vor Zwölf zu bewältigen haben(!), bei uns darf der Blumentopf auch 10cm links stehen. Ich muss hierbei anmerken, dass die Firma für welche ich arbeite sehr klein ist. Als Teil der Schweizer Botschaft haben wir zwar starke Unterstützung, doch zugleich bin ich erstaunt, wieviel sich aus einem so kleinen Team herauskitzeln lässt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt meines Jobs ist es, dass ich eine Vielzahl interessanter Leute treffen kann und ich mir doch oft wieder denke, dass die Welt sehr klein geworden ist. Auch in Singapur kann man sich über die Vorzüge von Aromat unterhalten - mit Leuten die man zuvor nie gesehen hat. Einer dieser Kontakte ist Louis Palmer. Louis reist gerade um die Welt in einem Solarmobil und versucht damit Leute in allen Ländern auch die Problematik des Klimawandels aufmerksam zu machen. Ich bin zwar nicht überaus naturbewusst, doch ich halte sein Projekt grundsätzlich für eine sehr gute Sache. Ebenso bewundere ich den Eifer und die Ausdauer mit welchen er für seine Ideen einsteht. Louis hat in der Vergangenheit bereits Südamerika in einem Ultraleichtflugzeug überflogen und mehrere Trips nach Afghanistan organisiert und geleitet (vor und nach dem Krieg). Entsprechend war es spannend mit ihm zu diskutieren und ich empfehle euch einen Besuch seiner Homepage www.solartaxi.com oder aber auch www.louispalmer.ch. Letztere zeigt unter anderem wunderbare Bilder der erwähnten Reisen.

Ein weiterer Event mit swissnex Präsenz war ein Workshop zu Innovation im Bereich des Essens. Zum Einen gab es interessante Reden diverser Speaker ua. von Nestle und Firmenich über die persönliche Wahrnehmung und andere Aspekte des Essens. Zum Anderen - dieser Teil hat mir insbesondere gut gefallen - gab es am Mittag ein Buffet aus Schweizer und Asiatischen Köstlichkeiten. Noch nie zuvor habe ich auf einem Teller Raclett und Curry gehabt. Aber man solle niemals nie sagen. Mich hats jedenfalls gefreut, wieder einmal etwas mit Messer und Gabel zu verzehren und ein anständiges Risotto geniessen zu können.

Soviel zum ernsten Teil. Ihr werdet merken, wie ich in diesem Eintrag fortan zunehmend in die Party-Schiene abdriften werde. Was ist eigentlich mit dem Titel "Social Butterflies" gemeint? Als Social Butterflies werden Leute bezeichnet, die ihr soziales Netzwerk in Windeseile ausbreiten und entsprechend überall ihre Kontakte haben. In Singapur habe ich zwei solcher Schmetterlinge getroffen: zuerst Kenneth und später Jesse. Und was nicht weiter verwundert, wie ich später herausgefunden habe, kennen sich die beiden ebenfalls. Neben Koon ist es Kenneth und Jesse zu verdanken, dass mein Adressbuch bereits jetzt alle Dimensionen sprengt. Mittlerweile agiere ich bereits selber als Social Butterfly und entsprechend sind wir nie alleine unterwegs (zumeist mindestens 5-6 Leute). Wer mich kennt der weiss, dass ich stets bemüht war Freunden von ausserhalb der Schweiz klarzumachen, dass die Schweizer nicht mehr und nicht weniger offen sind als andere Leute. Für die meisten der Orte welche ich bisher besuchen durfte trifft dies auch zu, von Italien bis New York. Aber es mag Zufall sein, eine andere Lebensweise oder evtl. auch ein Wandel meiner Person, in Singapur ist die Tendenz neue Leute kennen zu lernen um ein Vielfaches stärker. Hier bleibt man nicht alleine.

Die Welle ist also in Bewegung geraten und ich bin mittendrin. Was hat dies zu bedeuten? Türen stehen offen. Man kennt sich, d.h. man kennt Hiko den DJ im Velvet, man kennt den Typen am Hintereingang eines anderen Clubs sowie den Sohn des Besitzers eines anderen Partytempels, den Türsteher, den Stempelvergeber, die Lady an der Bar, usw.. Ich habe noch nicht einen Abend verbracht, wo sich das nicht mindestens einmal bezahlt gemacht hätte. Auch wenn es nur die verdutzten Gesichter einiger westlicher Prollos sind, wenn du mal eben locker lässig in der VIP-Schlange an ihnen vorbei schlenderst, das Leben lässt sich in der Art geniessen. (… ich bin mir bewusst, dass ich mich quasi selber als Proll disqualifiziert habe, aber ich nehme mich dabei wenigstens nicht derart ernst).


Big Pimpin...


Kleiner Sprung in dieseWoche. Am Donnerstag Abend bin ich mit Jesse und Brian ins Paulaner Hofbräuhaus gegangen. Zurzeit tagt in Singapur der World Gourmet Summit, d.h. in Restaurants in der ganzen Stadt verwöhnen internationale Kochs das Publikum mit ihren Leckereien. Dasselbe galt fürs Paulaner, wo wir Deutsche Küche und Deutsches Bier à Discretion geniessen konnten. Wenn man sich Tag ein Tag aus von Curry, Laksa, Pah Thai Gai oder Tom Yam Soup ernährt, ist Deutsches Essen eine willkommene Abwechslung. Handkehrum wurde ich dadurch wohl entgültig als Deutscher abgestempelt. Ein Kamera-Team von ESPN konnte nicht anders als Jesse und mich während 5 Minuten beim Anstossen zu filmen, „deutsch-asiatische“ Bierfreundschaften, ich kann mir die Untertitel bereits vorstellen. Anschliessend sind wir gegen Mitternacht in Richtung Velvet an die Miss Singapore Universe Afterparty aufgebrochen, so hat man mir dies zumindest mitgeteilt. Allzu spektakulär wars jedoch im Endeffekt nicht, so bot eine etwas „tuckige“ Michael Jackson Kopie das fragwürdige Highlight dieser Station. Gekleidet wie Jacko im Clip zu Thriller, hat der Look-A-Like eine unglaubliche Show abgezogen. Dennoch haben wir im Velvet schliesslich ganz gut in meinen Geburtstag reingefeiert und ich bin sodann erst gegen 3 Uhr im Bett gewesen (Arbeitsbeginn am nächsten Tag: 9 Uhr).

Während mein Tag an und für sich gesittet von statten ging, zerrten mich die Jungs am Abend in Richtung St James, wo die Nacht zum Tag und mein Geburtstag so richtig gefeiert wurde. Für diejenigen unter Euch, die sich irgendwann einmal nach Singapur verirren, lasst die Finger vom Waterfall!


Waterfall; nicht meiner zum Glück

Ohne sich hier zu sehr im Detail zu verlieren, kleine Anekdote am Rande: Wer braucht Feinde mit Freunden wie diesen. Dies und ein paar Flüche und Foltermethoden wird sich Manu gestern ausgedacht haben, als wir ihn ein bisschen veräppelt haben. Die scheinbare Kostümparty war am Ende doch nur eine normale Feier, der gute Manu wusste dies jedoch nicht. Als Pimp verkleidet im Anzug, mit Earpiece usw. jagte er uns schliesslich durch die Gegend. Es hätte jedoch schlimmer sein können. Ein Freund von Kenneth kam verkleidet als Ritter bzw. römischer Legionär à la Ben Hur…

Dies wars wieder einmal von Trixx und Gäxx. Vergesst nicht auch in den zweiten Teil hereinzuschauen (siehe unten mit Fotos). Danke an dieser Stelle für all die Glückwünsche, ich freue mich Euch alle im Sommer wieder zu sehen!

Lg

Dani

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Social Butterflies Teil2

Kenneth, Manu, Sid, Bernice, Sam, Jeremy (nein nicht Schmöre), Kevin, Arwin, Jesse, Bryan, Singwen, Sara, Phyllis, Melissa... das soziale Netzwerk in Singapur expandiert etwa so schnell wie die Gewinne der Ölsheiks in Qatar. Wie mein gutes Schwesterherz zu Recht moniert hat, fehlten zu den Namen noch grösstenteils die Gesichter. Hier nun ein paar Fotos der Leute, die mich hier in Singapur so herzlich aufgenommen haben und mit denen ich mir die Nächte um die Ohren schlage:



Die Leute hier im Kreis benenn ich jetzt nicht einzeln. Lasst mich einzig darauf hinweisen, dass Shin Koon die Person ist, der ich einen wesentlichen Teil meiner guten Zeit hier in Singapur zu verdanken habe, die Person rechts neben mir auf dem Bild (Chinese). Auch wenn er kein Wort Deutsch versteht, herzlichen Dank bro lah!



Dieser leicht verwirrt aussehende "Psychopate" ist Manuuuu (oder wie ich in auch nenne Big Boy), ein absolut liebenswerter indisch-chinesischer Singapurer mit einem Akzent der im Vergleich sogar das derbste stgallerisch als schönstes Schriftdeutsch durchgehen lassen würde. Kleiner Hinweis: hier spricht man Singlish (eine Mischung aus Englisch und einigen malayischen und chinesischen Ausdrücken) Can can lah, k?



Dieser wundervoll dreinblickende Zeitgenosse ist Sid, oder Sidhart. Bevor hier falsche Schlüsse gezogen werden, sein Blick ist nicht etwa aggressiv gemeint, sondern Schmerz erfüllt (man beachte Manu's breites Grinsen). Die Mädels auf dem Bild sind Bernice (oben) und Christabelle.



Hier zu sehen ist der zuvor erwähnte Shin Koon (links) und der Freund von Christabelle dessen Name mir leider entgangen ist (gerade in der letzten Woche hatte ich ein paar böse Aussetzer bezgl Vergessen. So standen während zwei Möglichkeiten zwei Mädels vor mir die ich zuvor bereits getroffen hatte, aber ich konnte mich einfach nicht mehr an ihr Gesicht erinnern. Die darauffolgenden Gesichtsdrücke ihrerseits werde ich hingegen nicht so schnell vergessen. Eine Entschuldigung meinerseits versteht sich von selbst, aber das Image des "Players" das ich von einigen Leuten angedichtet bekomme konnte ich dadurch nicht unbedingt abstreifen. Die sehen aber auch alle gleich aus die Asiaten ... *räusper*).
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