Rules of thumb for Singapore
Mittlerweile bin ich nun schon fast eine Woche hier in S'pore und da ist es Zeit die ersten Vorurteile und Klischées zu bestätigen oder zu verwerfen ;)
1. S'pore ist eine der saubersten Städte:
Stimmt wohl, die Strassen sind blitzblank und wenn du deinen Müll auf der Strasse platzierst darfst du dem Staat gerne 500 S$ (ca. 400 CHF) überweisen. ABER, was die Singis draussen nicht dürfen, das lassen sie andernorts raus. Selten hab ich einen so dreckigen McDonalds gesehen. Die Leute "fressen" sich durch ihre Menüs, dass die Hälfte der Fritten auf den Stühlen am Nebentisch liegen bleibt. Im Unterschied bspw. zur Schweiz würde auch niemand auf die Idee kommen seinen Dreck wegzuräumen, entsprechend stapeln sich die Überreste auf den Tischen. Ich muss hier vielleicht anmerken, dass ich ein wenig ausserhalb wohne, wo sich eigentlich nur Einheimische aufhalten. Ich kann also nur vermuten, dass Westler genau gleich sind im Stadtcenter.
2. Singis haben zwei Passionen: Essen & Shoppen:
Weder Gerücht noch Vorurteil, sondern blosse Tatsache. Allerdings widerspricht dies gänzlich dem Alltagsbild hier. Zum einen sind 90% der Leute hier schlank und entsprechen nicht dem verfressenen Stereotypen eines Bierbauch-Westlers. Zum anderen ist das Shoppen hier nicht gerade billiger im Vergleich zu andernorts, be aware ich sage dies als Schweizer... Es gibt zwar tausende Shopping Centers (jede Metro-Station hat quasi eine eigene Mall) und ich kann verstehen, dass man sich hier im Kaufrausch verlieren könnte. Aber nachdem ich für die Arbeit ein paar Sachen kaufen musste, staunte ich nicht schlecht über die Preise (liiiiieber Bapi, nicht erschrecken ob der Kreditkartenrechnung!) Allerdings muss ich auch sagen, dass gerade das Essen im Normalfall stinkbillig ist. Die bekannten Fastfood-Menus kosten gerade mal 2.50 CHF, Food Courts bieten eine breite Palette asiatischer Spezialitäten an welche ebenfalls tschechischen Preisstandards nahekommen (gäll Aepli!)
3. Alkohol ist sauteuer:
Ja und nein. Ein Deutscher wäre vermutlich schockiert über die Bierpreise auf der zentralen Ausgangsmeile. Die Leute zahlen hier entsprechend auch mit Kreditkarte in den Clubs (liiiieber Bapi, nein in diesem Punkt war ich schlauer, Kosten wurden "outgesourced"). Trotzdem geben sich die Kids auch in S'pore massiv die Kante. Ich kann allerdings nur schlecht sagen, ob das asiatische Gen der Wahrheit entspricht. Zumindest bei Ling (Fotos folgen), einer Freundin eines Freundes die mich in das hiesige Nachtleben eingeweiht hat, trifft dies nicht so krass zu. Die gute Dame vermag etwa genauso viel Alkohol zu trinken wie die Westlerinnen.
In den Supermarkets hingegen ist der Alkohol auch trotz Steuern erschwinglich. Zwar im Schnitt 1000% teurer als Softdrinks, aber das liegt wohl eher an den Softdrinks.
Abgesehen von alledem war ich gestern mit Ling und Xiaoju sowie zwei ihrer Freundinnen im Ministry of Sound. Ich muss zugeben, der Club hat schon was. Ziemlich gross, ziemlich laut (Nolfi: Zypern lässt grüssen, inkl. Halls-Hals und Aircondition Feeling!) und eine angenehm ausgelassene Stimmung. Asiaten sind irgendwie auch besoffen putzig. Irgendwie habe ich meine liebe Mühe, mich vor singapurischen Gangstas zu fürchten. Die Exemplare die ich bisher gesehen habe, ähneln mehr 16 jährigen Siff-Schweizern. Andererseits waren im MoS einige der vielseits bekannten Ladyboys anzutreffen. Hierzu muss ich anmerken, dass ich bei den meisten eigentlich keine Zweifel über ihre wahres Geschlecht hatte. So fällt es mir auch schwer zu verstehen, wie es jemanden anders ergehen kann (wartet nicht darauf dass ich hier jemals eine Story erzähle die das Gegenteil beweist, dies wird nicht geschehen!). Dem sturzbetrunkenen amerikanischen G.I. Joe erging es da ein wenig anders...
So genug geschrieben für den Moment. Wer die anrüchigen Details erfahren will soll sich bei mir besser via Skype (DaniKnecht) oder MSN (dknecht@gmx.ch) melden.
Lg
Dani
1. S'pore ist eine der saubersten Städte:
Stimmt wohl, die Strassen sind blitzblank und wenn du deinen Müll auf der Strasse platzierst darfst du dem Staat gerne 500 S$ (ca. 400 CHF) überweisen. ABER, was die Singis draussen nicht dürfen, das lassen sie andernorts raus. Selten hab ich einen so dreckigen McDonalds gesehen. Die Leute "fressen" sich durch ihre Menüs, dass die Hälfte der Fritten auf den Stühlen am Nebentisch liegen bleibt. Im Unterschied bspw. zur Schweiz würde auch niemand auf die Idee kommen seinen Dreck wegzuräumen, entsprechend stapeln sich die Überreste auf den Tischen. Ich muss hier vielleicht anmerken, dass ich ein wenig ausserhalb wohne, wo sich eigentlich nur Einheimische aufhalten. Ich kann also nur vermuten, dass Westler genau gleich sind im Stadtcenter.
2. Singis haben zwei Passionen: Essen & Shoppen:
Weder Gerücht noch Vorurteil, sondern blosse Tatsache. Allerdings widerspricht dies gänzlich dem Alltagsbild hier. Zum einen sind 90% der Leute hier schlank und entsprechen nicht dem verfressenen Stereotypen eines Bierbauch-Westlers. Zum anderen ist das Shoppen hier nicht gerade billiger im Vergleich zu andernorts, be aware ich sage dies als Schweizer... Es gibt zwar tausende Shopping Centers (jede Metro-Station hat quasi eine eigene Mall) und ich kann verstehen, dass man sich hier im Kaufrausch verlieren könnte. Aber nachdem ich für die Arbeit ein paar Sachen kaufen musste, staunte ich nicht schlecht über die Preise (liiiiieber Bapi, nicht erschrecken ob der Kreditkartenrechnung!) Allerdings muss ich auch sagen, dass gerade das Essen im Normalfall stinkbillig ist. Die bekannten Fastfood-Menus kosten gerade mal 2.50 CHF, Food Courts bieten eine breite Palette asiatischer Spezialitäten an welche ebenfalls tschechischen Preisstandards nahekommen (gäll Aepli!)
3. Alkohol ist sauteuer:
Ja und nein. Ein Deutscher wäre vermutlich schockiert über die Bierpreise auf der zentralen Ausgangsmeile. Die Leute zahlen hier entsprechend auch mit Kreditkarte in den Clubs (liiiieber Bapi, nein in diesem Punkt war ich schlauer, Kosten wurden "outgesourced"). Trotzdem geben sich die Kids auch in S'pore massiv die Kante. Ich kann allerdings nur schlecht sagen, ob das asiatische Gen der Wahrheit entspricht. Zumindest bei Ling (Fotos folgen), einer Freundin eines Freundes die mich in das hiesige Nachtleben eingeweiht hat, trifft dies nicht so krass zu. Die gute Dame vermag etwa genauso viel Alkohol zu trinken wie die Westlerinnen.
In den Supermarkets hingegen ist der Alkohol auch trotz Steuern erschwinglich. Zwar im Schnitt 1000% teurer als Softdrinks, aber das liegt wohl eher an den Softdrinks.
Abgesehen von alledem war ich gestern mit Ling und Xiaoju sowie zwei ihrer Freundinnen im Ministry of Sound. Ich muss zugeben, der Club hat schon was. Ziemlich gross, ziemlich laut (Nolfi: Zypern lässt grüssen, inkl. Halls-Hals und Aircondition Feeling!) und eine angenehm ausgelassene Stimmung. Asiaten sind irgendwie auch besoffen putzig. Irgendwie habe ich meine liebe Mühe, mich vor singapurischen Gangstas zu fürchten. Die Exemplare die ich bisher gesehen habe, ähneln mehr 16 jährigen Siff-Schweizern. Andererseits waren im MoS einige der vielseits bekannten Ladyboys anzutreffen. Hierzu muss ich anmerken, dass ich bei den meisten eigentlich keine Zweifel über ihre wahres Geschlecht hatte. So fällt es mir auch schwer zu verstehen, wie es jemanden anders ergehen kann (wartet nicht darauf dass ich hier jemals eine Story erzähle die das Gegenteil beweist, dies wird nicht geschehen!). Dem sturzbetrunkenen amerikanischen G.I. Joe erging es da ein wenig anders...
So genug geschrieben für den Moment. Wer die anrüchigen Details erfahren will soll sich bei mir besser via Skype (DaniKnecht) oder MSN (dknecht@gmx.ch) melden.
Lg
Dani
Comments
Andi
@ 02.02.2008 12:22 CEST
Aaaaalso: Das mit dem Dreck im McDo würde ich Service-Orientierung nennen. Man macht genau das, was man am besten kann, alles andere übernehmen Andere: Tisch abräumen im Fastfood-Restaurant (oder bei Starbucks), Wäsche waschen, etc.
Nur wird halt draussen nicht so viel Wert darauf gelegt, dass alles weg geräumt wird, denn auch hier wieder eine chinesische Eigenart: Kunden mit mehr Geld kriegen unabhängig davon ob sie mehr zahlen den besseren Service. Wenn Du schaust wo wie wahrscheinlich überwiegend chinesische Bevölkerung bezüglich Essenskultur herkommt, wirst Du erkennen wie sauber Singapur WIRKLICH ist :)
Essen und Shoppen stimme ich zu und was den Alkohol angeht auch. Mit den Ladyboys ist es mir genau gleich ergangen wie Dir, ich finde dass man insbesondere die Wangenknochen klar von denen einer Frau unterscheiden kann. Es sei Dir aber versichert dass es tatsächlich welche gibt, bei denen man im nüchternen Zustand erst beim Dritten Mal hinsehen erkennt, dass sie ursprünglich mal ein anderes Geschlecht hatten.
P.S.: MOS rockt ! :) (Zouk, Hed Kandi, Brewerkz etc. auch ;) nur hooters hat mich schwer enttäuscht, extrem billige Aufmachung.
Aaaaalso: Das mit dem Dreck im McDo würde ich Service-Orientierung nennen. Man macht genau das, was man am besten kann, alles andere übernehmen Andere: Tisch abräumen im Fastfood-Restaurant (oder bei Starbucks), Wäsche waschen, etc.
Nur wird halt draussen nicht so viel Wert darauf gelegt, dass alles weg geräumt wird, denn auch hier wieder eine chinesische Eigenart: Kunden mit mehr Geld kriegen unabhängig davon ob sie mehr zahlen den besseren Service. Wenn Du schaust wo wie wahrscheinlich überwiegend chinesische Bevölkerung bezüglich Essenskultur herkommt, wirst Du erkennen wie sauber Singapur WIRKLICH ist :)
Essen und Shoppen stimme ich zu und was den Alkohol angeht auch. Mit den Ladyboys ist es mir genau gleich ergangen wie Dir, ich finde dass man insbesondere die Wangenknochen klar von denen einer Frau unterscheiden kann. Es sei Dir aber versichert dass es tatsächlich welche gibt, bei denen man im nüchternen Zustand erst beim Dritten Mal hinsehen erkennt, dass sie ursprünglich mal ein anderes Geschlecht hatten.
P.S.: MOS rockt ! :) (Zouk, Hed Kandi, Brewerkz etc. auch ;) nur hooters hat mich schwer enttäuscht, extrem billige Aufmachung.
Interessant, interessant ... aber ich habe Dir doch gesagt, Du sollst die Kreditkarte für anständiges Essen einsetzen und nicht für Hunde- oder Rattenfutter ... oder sonstige Torheiten!
Na gut, Erasmus lobte die Torheit und meinte, ohne sie gäbe es keine blühende Wirtschaft und nur noch
Pfaffen und Kirchenpfleger.
Ich wett au!!! Also nöd Hund ässe, aber wiedermal ä neui Schtadt erkunde. Gnüss es und bruuch em Papi sini Kreditcharte! ;-) Und en Gruess ad Ling, falls es DIE Ling isch.
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