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SPG's and Models

Chello chelloo!

Danke erst einmal für die vielen Rückmeldungen. Ich hätte nicht gedacht, dass soviele das hier lesen. Meine Absicht mich noch tiefer ins Partyleben zu stürzen und den Blog fallen zu lassen muss ich dann wohl begraben.
Mittlerweile bin ich bereits seit gut 4 Wochen hier in Singapore und da hat sich allmählich eine gewisse Routine entwickelt.

7.30 Verschwitzt aufstehen, Duschen, anziehen, wieder verschwitzt nach einer Stunde arbeitsweg (ich wohne circa 20+km von meinem Arbeitsort entfernt)
8.30 Arbeitsbeginn
18.00 Verschnupft wegen Kombination aus Schweiss und Aircondition nach Hause gehen und wieder schwitzen, bzw. noch ins Fitness für ne Weile
20.45-21.00 Komme zu Hause an und ess erst einmal nen Happen.

Ab diesem Zeitpunkt bricht sich die Routine langsam. So bleibt mir meist zu wenig Zeit einmal kurz hinzusitzen, wenn ich ne Stunde später wieder in der Stadt sein muss. Mit der Metro bzw. MRT dauert der Transfer von Choa Chu Kang, meinem Wohnort, bis nach Raffles oder Clarke Quay rund 1 Stunde. Man überlegt es sich also zweimal. Vergangenen Mittwoch war diese Entscheidung allerdings bereits gefallen als ich um 8.00 auf dem Weg zur Arbeit war. *Trommelwirbel* Mittwochabend meine Damen und Herren ist Models' Night at Fashion Bar. "Gut" dachte ich mir, "das ist einer von den Events, wo versucht wird mit einem billigen Slogan und einem scheinheiligen Konzept die männlichen Leidensgenossen zum Geldausgeben zu bewegen. Models wird man da ja eh nicht finden". Spätestens als wir beim Clarke Quay (Touristen- und Ausgehviertel) unser erstes Bierchen genossen, wurde ich jedoch eines Besseren belehrt. Plötzlich war die Durchschnittsgrösse nicht mehr bei 1.50m, waren nicht 90% Chinesen um mich rum sondern 90% Westlerinnen, waren die kurzen Röcke nicht mit kurzen Beinen versehen. Da waren sie also: Models. Blond, braun, uuuh da seh ich ne Brasilianerin, und Moment war das Kate Beckinsale?
Um Euch das Ausmass dieser paradiesischen Situation vor Augen zu führen: Models konnten mit ihrer Agenturkarte (sowas wie ein Presseausweis) gratis Drinks beziehen. Meine zwei Freunde und ich waren die einzigen zahlenden Gäste an diesem Abend. Do the math! Nun gut da waren wir also. Nachdem ich die Brasilianerinnen abgehakt habe (nicht nochmal!! *seitenhieb*) machte mich mein Kumpel auf ein blondes Mädel aufmerksam, das aussah wie eine Deutsche und seines Erachtens auch so klang. Was danach folgte war einfach köstlich. Wir haben Sie angequatscht (Natalia *rrrr*) um herauszufinden, dass sie nicht aus Deutschland sondern aus Tschechien kommt. Damit war unsere Masche schon einmal im Arsch, denn der Schweizerbonus zieht bei deutschen Mädels besser. Nichtsdestotrotz haben wir ein paar Worte mit ihr gewechselt bis ich mich irgendwann abgeseilt habe, um meinem Kumpel das Feld zu überlassen (leider ohne den erhofften Erfolg). Sodann griff ich die Pseudo-Konversation mit einer leicht beschwipsten Kanadierin wieder auf, die ich zuvor kurz angesprochen habe mit mässigem Erfolg. Fashion Fotografin, mhm super, eigentlich doch aus Singapore, jaja doch kewl... Doch dann *bang* da war sie, die Frau meiner (feuchten) Träume. Eine 1.75m grosse Kollegin der Kanadierin deren Augen mich schon zuvor einige Male angefunkelt haben, liessen meine Glücksgefühle noch ein bisscher intensiver werden. Leider musste ich feststellen, dass die Dame eigentlich nur der Kanadierin sagen wollte, dass sie jetzt weiterziehen (NEEEEEEIIIN tus nicht!), aber das hat sie so charmant gesagt und mit einem bezaubernden Lächeln (das entweder sagte "du dummer kleiner Junge hast keine Chance" oder "hmm eigentlich ganz passabel"), dass ich ihr das nicht Übel nehmen konnte. Der Rest des Abends war auch weiterhin ganz ok, aber ich schwelgte eigentlich noch immer in Vergangenen Momenten.

Weiter gehts: Sprung zu gestern Abend, Freitag. Nachdem wir uns noch einmal kurz in die Fashion Bar verirrt hatten um festzustellen dass am Wochenende nur die 0815 Touristen da sind, ging es um 0.30 weiter ins Attika. Einheimische werden schreien, Ausländer strahlen. Attika ist dafür bekannt für seine Sarong Party Girls oder auch SPGs (nein Nolfi, keine Ladyboys!). Das sind Singapurerinnen die sich an Westler ranschmeissen. Bei den Locals verpöhnt, bei Westlern eher weniger. Der Club wurde seinem Ruf sogleich gerecht und es wäre ein einfaches gewesen, an diesem Abend mit Begleitung nach Hause zu gehen. Nein soweit ging ich nicht. Wir wurden zwar mehrmals angelächelt und angestrahlt, mein Kumpel musste auch einmal die "Hab ne Freundin"-Karte spielen, aber dabei blieb es auch. Was jedoch viel interessanter war aus unserer Sicht, Natalia und ihre Gang waren auch vor Ort. *bang* da war sie wieder, uuuuh und wieder dieses Lächerln in Kombination mit einem Blick der sagt "Dich hab ich schon einmal gesehen". So schön dieses Rencontre auch war, so schnell war es denn auch wieder vorbei. Natalia und Co. flüchteten sich in den VIP-Bereich und wurden nimmer gesehen. Die Tatsache, dass sie noch in der Stadt waren reicht meinem Kumpel und mir jedoch, um nächsten Mittwoch wieder in die Fashion Bar zu gehen und Nägel mit Köpfen zu machen. GOGOGO!

Klar sind es Barbiepuppen, natürlich sind sie grossteils strohdumm, billig? mag sein, aber es sind nun einmal Models. Jeder Mann stellt sich zu diesem Zeitpunkt seine imaginäre Liste mit Dingen, die noch zu tun sind bevor ich abtrete, vor. Ich wusste ihr versteht mich. Es kommen jetzt vermutlich einige Unkenrufe bzgl. mein Ego sei auch wieder einmal fernab von Gut und Böse. Richtig, ich fühl mich super. Man fällt hier einfach auf und zumeist positiv. Da interessiert es mich nicht ob ich gerade versuche irgendwelche Models anzugraben, mein Selbstvertrauen funktioniert im Moment und ich wittere Erfolg =)))) Wie dem auch sei, ich halte Euch auf dem Laufenden.

Die ernste Seite des Lebens - um Euch klarzumachen, dass ich hier durchaus auch arbeite und nicht nur feiere! Dinge die noch zu erledigen sind:
1. Bachelorarbeit bis ca. Mai
2. Report für Praxiscredit
3. TOEFL und GMAT
4. evtl. Vorbereitungen für Unibewerbungen treffen.

Mit Fotos muss ich Euch leider noch vertrösten, da klappt es noch nicht so ganz mit der Datenübertragung. Ich freue mich auf ein paar Rückmeldungen wie es bei Euch so läuft. In der Zwischenzeit geniesst das kalte Wetter, ich vermisse es bereits jetzt!

Cheers
Dani
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Alkohol, das böse Wort

Nihau everybody!

Chinese New Year liegt nun zur Hälfte hinter mir, zumindest die offiziellen Feiertage. Eins vorweg, gefeiert wurde definitiv. Angefangen am letzten Mittwoch als Kenneth seinen Geburtstag feierte im Morvida (St. James Powerstation) und im Vollrausch mit den Latino Salsa-Tänzerinnen auf der Bühne die Hüften geschwungen hat. Der Abend war schlicht brutal. Unsere Gruppe aus circa 20-30 Leuten hat innert weniger Stunden 10 Flaschen Vodka und Chevas, Champagner en masse und irgendwelche Shots konsumiert. Kleine Bemerkung am Rande: 1h vorher hatte ich meinen Vater am Telefon Zitat "Bliibsch seriös gäll!"... Nun gut das Problem ist im hiesigen Falle, dass man als einziger Ausländer in einer Gruppe von Locals sehr schnell ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerät. Wollten Euch schon einmal 30 Asiaten gleichzeitig abfüllen? Zum Glück fehlt ihnen das entscheidende Enzym, um selber mitzuziehen. Während ich den Abend noch sehr lebhaft in Erinnerung habe, ist Kenneth's Erinnerungsvermögen ab einem gewissen Punkt nicht mehr existent.

Während ich Tags darauf effektiv und ohne Scheiss an meiner Bachelor Arbeit geschrieben habe, gings am Freitag erst ins Kino und danach wieder auf ne Party. Dieses Mal auf der Liste: Zouk. Zuerst sei gesagt, dass Kenneth eigentlich nicht kommen wollte, da er am Samstag arbeiten musste. Aber hey, was will man machen wenn 20 Leute einem die Bude stürmen! Das Zouk wird einem generell von jedem Partygänger in Singapore empfohlen. Diese Empfehlung kann ich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht gänzlich nachvollziehen. Der Club ist etwa so klein wie ein Standard Club in der Schweiz und die "Wiener"-Quote entspricht der eines HipHop-Clubs in Zürich. Nichtsdestotrotz hatten wir natürlich wieder unseren Spass und da man auch hier mit dem DJ per Du ist floss der Alkohol wieder ziemlich fix.

Um die Einseitigkeit dieses Eintrags aufrechtzuhalten fahre ich sogleich mit der Party vom Samstag fort. Ich darf ohne Vorbehalt sagen, das war die beste Party seit vielen Jahren. Nicht in einem Club sondern in der sehr luxuriösen Hütte irgendeines Typen begann das Saufgelage circa um halb neun (oder doch früher, hmm...). Das Haus mit eigenem Patio ist so mitunter das schönste was ich hier in Singapore gesehen habe (abgesehen vom Swiss Club Link) und die Party wurde vom eigens engagierten Personal mitsamt Catering Service köstlich versorgt. Nach einem kurzen Happen hat mich der Fluch des King's Cup heimgesucht (jajaja lach du nur Jerry!!!!!) bis dann schliesslich das grosse Namenraten meinerseits begann. Asiaten sehen zwar keineswegs alle gleich aus, aber wenn man im fast nüchternen Zustand jede Sekunde einen/eine neuen/neue kennenlernt wirds sportlich. Das Dumme war nur, die kannten mich schon alle bevor sie mich gesehen hatten. Muss mir dies Angst machen? Kann ich mich wirklich an jedes Detail vom Mittwoch erinnern? *squeek* Naja.. Mit der Wiener-Party vom Vortag wars nun definitiv auch vorbei und ich darf das erste Mal in zwei Wochen behaupten, dass es Asiatinnen gibt die ohne wenn und aber schön/heiss sind. Nein keine Fotos!
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Fotos 1

Hier einmal die ersten Bilder aus Singapore. Noch nichts grossartiges, zwei Eindrücke aus China Town, die düstere Sicht aus meinem Zimmer im 12. Stock eines Plattenbaus (hier sehr beliebt...) und nicht zuletzt die beiden charmanten Damen Ling und Xiaoju welche mich in der ersten Woche sehr freundlich herumgeführt haben.











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Rules of thumb for Singapore

Mittlerweile bin ich nun schon fast eine Woche hier in S'pore und da ist es Zeit die ersten Vorurteile und Klischées zu bestätigen oder zu verwerfen ;)

1. S'pore ist eine der saubersten Städte:
Stimmt wohl, die Strassen sind blitzblank und wenn du deinen Müll auf der Strasse platzierst darfst du dem Staat gerne 500 S$ (ca. 400 CHF) überweisen. ABER, was die Singis draussen nicht dürfen, das lassen sie andernorts raus. Selten hab ich einen so dreckigen McDonalds gesehen. Die Leute "fressen" sich durch ihre Menüs, dass die Hälfte der Fritten auf den Stühlen am Nebentisch liegen bleibt. Im Unterschied bspw. zur Schweiz würde auch niemand auf die Idee kommen seinen Dreck wegzuräumen, entsprechend stapeln sich die Überreste auf den Tischen. Ich muss hier vielleicht anmerken, dass ich ein wenig ausserhalb wohne, wo sich eigentlich nur Einheimische aufhalten. Ich kann also nur vermuten, dass Westler genau gleich sind im Stadtcenter.

2. Singis haben zwei Passionen: Essen & Shoppen:
Weder Gerücht noch Vorurteil, sondern blosse Tatsache. Allerdings widerspricht dies gänzlich dem Alltagsbild hier. Zum einen sind 90% der Leute hier schlank und entsprechen nicht dem verfressenen Stereotypen eines Bierbauch-Westlers. Zum anderen ist das Shoppen hier nicht gerade billiger im Vergleich zu andernorts, be aware ich sage dies als Schweizer... Es gibt zwar tausende Shopping Centers (jede Metro-Station hat quasi eine eigene Mall) und ich kann verstehen, dass man sich hier im Kaufrausch verlieren könnte. Aber nachdem ich für die Arbeit ein paar Sachen kaufen musste, staunte ich nicht schlecht über die Preise (liiiiieber Bapi, nicht erschrecken ob der Kreditkartenrechnung!) Allerdings muss ich auch sagen, dass gerade das Essen im Normalfall stinkbillig ist. Die bekannten Fastfood-Menus kosten gerade mal 2.50 CHF, Food Courts bieten eine breite Palette asiatischer Spezialitäten an welche ebenfalls tschechischen Preisstandards nahekommen (gäll Aepli!)

3. Alkohol ist sauteuer:
Ja und nein. Ein Deutscher wäre vermutlich schockiert über die Bierpreise auf der zentralen Ausgangsmeile. Die Leute zahlen hier entsprechend auch mit Kreditkarte in den Clubs (liiiieber Bapi, nein in diesem Punkt war ich schlauer, Kosten wurden "outgesourced"). Trotzdem geben sich die Kids auch in S'pore massiv die Kante. Ich kann allerdings nur schlecht sagen, ob das asiatische Gen der Wahrheit entspricht. Zumindest bei Ling (Fotos folgen), einer Freundin eines Freundes die mich in das hiesige Nachtleben eingeweiht hat, trifft dies nicht so krass zu. Die gute Dame vermag etwa genauso viel Alkohol zu trinken wie die Westlerinnen.
In den Supermarkets hingegen ist der Alkohol auch trotz Steuern erschwinglich. Zwar im Schnitt 1000% teurer als Softdrinks, aber das liegt wohl eher an den Softdrinks.

Abgesehen von alledem war ich gestern mit Ling und Xiaoju sowie zwei ihrer Freundinnen im Ministry of Sound. Ich muss zugeben, der Club hat schon was. Ziemlich gross, ziemlich laut (Nolfi: Zypern lässt grüssen, inkl. Halls-Hals und Aircondition Feeling!) und eine angenehm ausgelassene Stimmung. Asiaten sind irgendwie auch besoffen putzig. Irgendwie habe ich meine liebe Mühe, mich vor singapurischen Gangstas zu fürchten. Die Exemplare die ich bisher gesehen habe, ähneln mehr 16 jährigen Siff-Schweizern. Andererseits waren im MoS einige der vielseits bekannten Ladyboys anzutreffen. Hierzu muss ich anmerken, dass ich bei den meisten eigentlich keine Zweifel über ihre wahres Geschlecht hatte. So fällt es mir auch schwer zu verstehen, wie es jemanden anders ergehen kann (wartet nicht darauf dass ich hier jemals eine Story erzähle die das Gegenteil beweist, dies wird nicht geschehen!). Dem sturzbetrunkenen amerikanischen G.I. Joe erging es da ein wenig anders...

So genug geschrieben für den Moment. Wer die anrüchigen Details erfahren will soll sich bei mir besser via Skype (DaniKnecht) oder MSN (dknecht@gmx.ch) melden.

Lg
Dani
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